Reinen Weißen

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Reinen Weißen

Beitrag  Hel am Fr Aug 07, 2015 6:18 pm

Allgemeine Informationen

Die reinen Weißen, sind Ketzer in den Augen der geistlichen Recken. Dabei schließen die Weißen die Göttersage nicht aus, vielmehr sehen sie sich selbst eben so wie Kelthor als ein verzogenes Kind, welches alleine in eine Welt geworfen wurde, die er unmöglich verstehen konnte. Die Weißen  glauben an ein noch höheres Lebewesen, welches die Welt mit ihrer großen Explosion eben so geschaffen hat, wie die Götter und den Weltenwolf. Und damit sind auch sie Kinder dieses Wesens, welches sie meist mit dem Schöpfer oder Gott ansprechen. Entgegen zu dem Glauben an Kelthor möchten die Weißen kein Götzenbild schaffen und haben deswegen keine Vorstellung, wie ihr Gott aussieht. Doch gibt es vermehrt Geschichten über ihn, wie er mit einem Gähner alleine ein Meer gespalten haben soll, oder wie er das komplette Universum zum Erbeben bringt, indem ihr Gott sich einfach nur im Schlaf dreht.

Auch glauben die reinen Weißen, dass ihr Gott die große Explosion erst geschaffen hat, indem er sich zur Ruhe gebettet hat und bis heute nicht erwacht ist. In seinen Träumen verfolgt er die Welt und verlängert seinen Schlaf, um die Welten nicht mit dem gleißenden Licht seines Blickes zu verbrennen. So glauben die Weißen ihr Gott würde erst auferstehen, wenn das Böse obsiegt hat, damit er dieses richten kann. Entsprechend groß ist ihr Eifer gegen jegliche Ungerechtigkeit anzugehen. Doch sind die Weißen Pazifisten und versuchen jegliches Problem mit Worten und passiven Widerstand zu lösen. Da sie allerdings sehr radikal in ihren Überzeugungen sind, leben sie nicht nur Vegetarisch, sondern können sich auch selten auf der Hauptinsel in Helodrias durchsetzen. Deswegen leben die letzte große Gemeinde auch auf Katharia. Zwar werden die Weißen von den Antaren und Wächtern meist eher kritisch beäugt, doch sehen sie die Friedfertigkeit dieser Männer und Frauen als Grund genug ihnen Asyl zu gewähren.

Erkennungsmerkmale

Die reinen Weißen tragen bei all ihren Tätigkeiten weiße Roben. Egal ob sie auf dem Feld arbeiten, sie ihre Messe halten, oder sich gerade bettfertig machen.
Zudem haben die weißen ein geschwungenes X als ihr Wappen ausgesucht.

Ideologie

Die Weißen glauben an den einen Gott, der in seinem Schlaf einen jeden beobachtet. Er ist der Wächter dieser Welt und nimmt der Welt nur ungern etwas weg. Leider ist ihr Gott aber so mächtig, dass alleine schon böse Gedanken Flutwellen oder Dürren auslösen können. Entsprechend versuchen die Weißen nur Gutes zu tun. Dabei sind sie auch sehr konsequent, sie können schlicht kein Leben auslöschen und leben in einer abgesperrten Gemeinschaft. Dennoch nehmen sie gerne einen jeden in ihr Haus auf und könnten niemals einen Hilfsbedürftigen zurück lassen.
Ihr heiliges Buch, in welchen Geschichten über Gott und die etablierten Götter Helodrias drinnen sind, nennen sie Kruz.

Rangordnung und Anführer

Die Weißen werden, in den wenigen Ortschaften die sie noch haben, von dem Kursha genannten Bürgermeister angeführt. Dieser führt die Ortschaft komplett eigenständig und übernimmt auch das Amt des Priesters. Sonst sind alle gleichgestellt. Es gibt auch kein Geld in den Ortschaften. Ein jeder gibt und nimmt was er will und braucht.

Entstehung

So nett die Weißen klingen, so verworren ist ihre Geschichte. Der Abtrünnige Ordensmeister der geistlichen Recken Eduard von Weißburg hatte genug von den Kriegen gesehen. Nach den großen Krieg gegen die Kar' Ashir entschied er sich den Orden zu verlassen. Etwas, was in seiner Position als ein einziges No Go galt. Doch setzte sich Eduard gegen die Hohepriester durch. Wie genau dies von statten ging weiß niemand, doch glaubten damals viele die Priester hätten die Kar' Ashir in ihrer Anfangszeit unterstützt, um eine Bedrohung zu erzeugen, von welcher sie profitieren könnten. Vielleicht hatte er angedroht seine Beweise zu veröffentlichen?
So oder so, Eduard sollte dieses Geheimnis mit in sein Grab nehmen. Er war angewidert von der Brutalität dieses Krieges und in einem Traum sei ihm ein neuer Gott erschienen. Ein Wesen dessen Pracht so groß war, dass sich das Bild von diesem Wesen in sein Gedächtnis gebrannt hatte, aber alleine der Versuch darüber zu reden schnürte ihm die Kehle zu. Es solle ihm den wahren Pfad gezeigt haben und dass Gewalt nie eine Lösung sei. So gründete er die Weißen und befahl seinen Jüngern nicht nur seine Lehre, sondern auch Gutes zu verteilen. Wie sich sicher ein jeder denken konnte lagen die Königreiche in Trümmern und noch während die Recken ihre eigenen Verluste betrauerten und die letzten Fenriskinder jagten, war es an den Weißen Linderung zu bringen. Sie nutzten den Reichtum, welcher Eduard angehäuft hatte um Brot für die Hungernden zu kaufen. Auch Kohle für die Frierenden und ein Dach für die Obdachlosen wurde besorgt. Die Weißen genossen schnell einen hohen Stellenwert und wurden etwa ein halbes Jahrhundert nach Entstehung sogar als alternative Lehre von Kelthors Kult akzeptiert. Dies sollte sich aber 200 Jahre vor unserer Zeit ändern. Ein Komet drohte in den Mond Jinx zu landen und diesen aus seiner Bahn zu werfen (was nie passierte, der Komet verfehlte sowohl den Mond, als auch Helodrias). Der damalige höchste aller Weißen sah darin ein Omen für ein Chaos. Er befahl einen groß angelegten Massenselbstmord, dem leider auch viele folgten.
Fast 90% der Weißen, brachten sich in der Nacht um, was als der größte Massenselbstmord in die Geschichtsbücher von Helodrias einging. Auch Kelthors Kult bekam davon mit verbot kurzerhand die Lehren der Weißen. Immerhin war die Welt nicht untergegangen und all die Wesen waren umsonst gestorben. So kam es, dass die Hohepriester von Kelthor den geistlichen Recken das Recht der Auflösung gaben, was nichts weiter als ein Befehl war, die Religion auszurotten. In dieser Zeit starben viele der übrig gebliebenen Priester, Bücher wurden verbrannt und ganze Kirchen eingerissen.
Nur die Jünger, die nach Katharia flohen hatten eine Chance. Sie klagten ihr Leid den Antaren und erzählten ihnen von ihrem Weltbild. Diese wunderten sich sehr über die Wesen, gaben ihnen aber das recht 3 kleine Dörfer im Umland zu Gründen. Die Recken hingegen durften den Weißen auf der Insel nichts tun und die Hohepriester hatten schlicht zu viel Angst als böse dazustehen, wenn sie gegen die friedliche Insel zum Schlag ausholen ließen. So ließ man die Weißen bestehen und gab ihnen ihr Recht zu existieren wieder.
Inzwischen gibt es aber die drei ursprüngliche Dörfer, die die Antaren den Weißen gaben nicht mehr. Sie sammeln sich nun in der Weißfeste und haben einige sehr wenige Dörfer auf der Hauptinsel. Übrigens haben die Weißen auch reformiert, damit nie wieder ein Mann über so viele Leben entscheiden kann. Nun gilt jede Gemeinschaft als eigenständig und frei, weshalb sich einige Geschichten zwar leicht geändert haben, aber im Kern gelten die Weißen wieder als die friedliebendste Sekte in ganz Helodrias.
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