Diamond Dodge

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Diamond Dodge

Beitrag  Hel am Mi Aug 26, 2015 6:35 pm

Wer jemals Ermittlungen zu dem bekanntesten Piraten der Welt anstellen will, sollte sich besser damit abfinden so ungefähr Null Informationen im Vorfeld zu bekommen.

Diamond Dodge, so nennt man ihn in den Häfen und auch die Verwaltungsstellen haben keinen anderen Namen zu diesem Mann. Seine Flagge ist ein Totenkopf, welcher Diamanten in den Augenhöhlen hat und seine Crew, die feuerroten Wachmänner sind ihm treu ergeben. Doch warum die Geschichte in der Mitte anfangen?

Die ersten gesicherten Daten über einen Mann mit den Namen Diamond Dodge sind rund 600 Jahre alt und gehen auf eine Romanfigur eines elfischen Autors Mattheus Evaniu zurück. In dem Stück ist Diamond Dodge ein rechtschaffener Rebell, der sich gegen eine distopische Regierung wendet und mit Hilfe der Fähigkeit, seinen Körper in Diamant zu verwandeln, in  einem Zweikampf den bösartigen Diktator tötet. Das Buch beschreibt den Rebellen als einen kleinen Mann, welcher mit wirrem Haar und einem großen Schnauzbart dem Piratenkapitän gleicht. Anders ist allerdings, dass die Romanfigur einen blauen Mantel trug, jegliche militärische Abzeichen verabscheute und sich niemals dazu hinreißen ließ Zivilisten zu schaden.
Auch sonst scheint der Name eine eher lose Anlehnung zu sein. Historisch gesehen taucht Diamond Dodge zum ersten Mal in den Unterlagen der Zwerge auf, als er mit einem kleinen Schiff an einem Militärhafen anhält. Dieser Vorfall ist weit über 100 Jahre her, weswegen davon ausgegangen wird, dass es sich auch hier nicht um den echten Dodge handelt. Ein junger Mann kam vom Deck und erzählte, er habe den Frachtraum bis oben hin voll mit Kopfgeld. Die Soldaten nahmen den Mann natürlich erst einmal fest und durchsuchten das Schiff, um einen grausigen Fund zu machen. Der prominente Pirat, Rodger P. Pisselneck, auch Rotauge genannt, lag zusammen mit seiner kompletten Crew tot in dem Schiff. Natürlich hat man den Mann, der sich nur Diamond Dodge nannte, befragt und als dies nichts ergab auch der Folter ausgesetzt. Leider verbrannten alle Ergebnisse des Verhörs nur wenige Wochen später, auf mysteriöse Weise.
Dann wurde es sehr lange still um Dodge, um genau zu sein wurde es 60 Jahre Still um ihn. Nur damit er mit einem Knall zurück kam. Mit einem Schiff und einer Crew, die vorwiegend aus Gefangenen bestanden, die wenige Wochen zuvor unter eben so eigenartigen Umständen aus der Zelle verschwunden waren, tauchte er auf und griff die Festung „Landzunge“, die damals im nordischen Hoheitsgebiet lag, an. Diamond Dodge und seine Männer schafften es die kleine Festung zu erobern, bewaffneten sich und nur wenige Tage später hörte man immer wieder von Überfällen durch die Piratencrew. Wie es ein Mann schaffen konnte, sich eine Crew zusammen zu suchen und woher er das Schiff hatte ist bis heute unbekannt. Fakt ist, dass seine Raubzüge weder Banner noch Gefahren kannten und sich Diamond Dodge durch seine rücksichtslose Art schneller an die Spitze katapultierte, als die Marinen der Reiche dazu kamen die Schiffe zu bergen. Schutzgelder wurden erpresst, ein zweites Standbein an Land errichtet und selbst Marineschiffe waren bald darauf Beute für den Piraten.

Die rasende Prominenz des Piraten, welcher sich selbst immer seltener in der Öffentlichkeit zeigte, gab seinem Vorhaben nur noch mehr Schub. Bereitwillig schloss sich ihm alles an, was gewissenlos genug war und ein Schwert halten konnte. Die Macht des Piraten war irgendwann sogar so groß, dass man ihn Berichten nach in Thira ein- und ausgehen sah, ohne dass auch nur einer der Wächter versuchte den Mann zu verhaften. Das ging sogar so weit, dass selbst Diamond Dodge der Frau des damaligen Vandarikönigs geschrieben haben soll und sie auf seine „Sommerresidenz“ einlud.
Bekannt ist auch, dass Diamond Dodge auf den Maskenbällen der Sidari sich mit einflussreichen Adeligen eingelassen hatte und sogar einige sehr enge Kontakte mit den Damen pflegte. Diese stritten das allerdings ab, sogar Vorwürfe der Pirat habe die Frauen zum Sex gezwungen wurden laut. Dennoch war Diamond Dodge sehr beliebt in der Bevölkerung. Er galt als Gönner und Wohltäter, welcher sogar ein Waisenhaus stiftete.

Als der Druck der anderen Rassen zu stark wurde, war es allerdings an den Sidari den Mann zu verhaften, oder es zumindest zu versuchen. Weit mehr als 100 Soldaten stürmten die Villa, doch fanden sie dort nichts weiter, als ein komplett leeres Haus. Selbst die Tapete war im inneren abgezogen gewesen. Kurz darauf soll Diamond Dodge auch den elfischen König erschlagen haben. Die Gerüchte hierzu sind allerdings absolut haarsträubend. Davon, dass Diamond Dodge sich Schutzgeld bei den Königen erpressen wollte, bis hin dass er in das Haus einbrachm um die Frau des Königs zu treffen, in welche er sich verliebt hatte, ist wohl so ziemlich alles dabei.
Was genau in dieser Nacht vor nun 5 Jahren passiert ist Verschlusssache und wahrscheinlich wissen nur die damaligen Ermittler und der heutige König, was passiert ist. Fakt ist allerdings, dass Diamond Dodge sich alleine in das Haus geschlichen hat und am nächsten Morgen es den König und über 40 seiner Wachen nicht mehr gab.
Der damaligen Königin ist im übrigen nichts passiert, sie ist ihrer Aussage nach früh ins Bett gegangen und wurde am nächsten Morgen geweckt, als die Bediensteten das Massaker aufgefunden haben. Seit dem gilt Diamond Dodge als verschwunden, seine Crew gibt es allerdings noch, auch wenn sie sich von den Geschäften zu Land zurück gezogen hat und inzwischen um vieles kleiner als einst ist.

Zu der Rasse von Dodge lässt sich im übrigen auch nicht viel sagen. Er weißt zwar menschliche Züge auf, doch wurden seine Ohren angeblich nie gesehen. Auch dass er ein Wächter, oder sogar ein mutierter Riesenzwerg ist wurde bereits angenommen. Eben so unbekannt sind seine Talente. Während einige davon Sprachen er könne selbst Pfeile mit seinen Zähnen fangen, schworen andere darauf, dass Dodge den Wind kontrollieren oder seine Haut härter als jeglichen Stahl machen könnte. Auch das ungewöhnlich hohe Alter und die geringen Spuren durch den Zahn der Zeit gelten als höchst merkwürdig.
Das Kopfgeld, welches von allen Reichen in Helodrias erbracht worden ist, gilt eben so als merkwürdig. Hochrechnungen zufolge müssten sich die drei Reiche sehr tief verschulden um eine solche Summe aufzunehmen. Verschwörungstheorethiker gehen deswegen davon aus Diamond Dodge wäre vielleicht ein magisches Experiment gewesen, welches schief lief, oder dass es sich um den Piraten um eine von Kelthor besonders gesegnete Person handelt, die vor hat die drei Reiche zu vereinen, was den aktuellen Machthabern nicht passen kann.
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