Götterkrieg

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Götterkrieg

Beitrag  Hel am Do Mai 14, 2015 6:26 pm

Der Götterkrieg, auch Apokalypse genannt, beschreibt das Ende nahezu aller Götter von Helodrias. Doch ist der Zeitpunkt, ab welchem man wirklich über den Krieg spricht etwas schwammig. Viele Priester, die vor dem Problem standen arglosen Kindern etwas über den Götterkrieg zu erzählen wussten nicht wo sie anfangen sollen. Ob es nun über die Rivalitäten der Götter erzählen sollten, ob sie mit Lokis Verurteilung beginnen sollten, oder ob sie erst ab dem großen Sterben 200 Jahre später starten sollten.

Wir wollen den Götterkrieg mit Loki und seiner Verurteilung beginnen, denn der Gott der Dethari galt als Initiator und seine Strafe als Motivation, wenngleich er bereits zuvor die meisten Götter hasste. Deswegen wollen wir auch sogleich bei etwas beginnen, was viele der Götter gerne taten: Saufen. Bei einem Gelage, an welchem neben Loki auch Kelthor, Tungdil, Adeu und Herodin teilnahmen blieb der hinterlistige Gott der Kreativen erstaunlich nüchtern. Er saß zusammen mit den anderen Göttern, soll aber immer wenn er sich ungesehen fühlte die Getränke weggekippt haben um bei einem klaren Verstand zu bleiben. Anders so die anderen Götter. Adeu verabschiedete sich im Verlauf des Abends, da er noch nach Beatrix sehen wollte, doch der Rest trank immer mehr. Dabei unterhielten sie sich und würfelten um die Wette. Als die Feier dem Höhepunkt zuging soll Loki die Zwerge zu klein gewordenen und verformte Abbilder der Dethari genannt haben. Dies ließ sich der Gott der Hitze nicht gefallen und forderte einen Kampf mit dem Gott der Kreativen. Normalerweise liefen die Duelle unter den Göttern nach festen Regeln ab, doch hatte sich Tungdil nicht auf diesen Ehrenkodex berufen, als er die Konfrontation suchte. Noch während sich der Schmied das Hemd über den Kopf stülpen wollte, griff Loki nach einer Flasche und zerschmetterte diese an dem Kopf des Schmiedes. Danach folgte ein Tritt ins Gemächt und das wegziehen der Beine. Der alkoholisierte Zwergenschaffer fiel schwer hin und als er sich endlich von seinem Hemd befreit hatte, sah man die schweren Wunden, die sein Gesicht davon getragen hatte.
Kelthor sprang seinem Freund sofort bei und packte Loki hart am Kragen. Er warf ihn gegen den Tisch und schrie ihm mit bebenden Barte entgegen. "Wo ist deine Ehre?" Doch Loki wand sich heraus. Man wollte nur gegen ihn kämpfen, von einem Duell hatte es nie etwas geheißen und überhaupt sei der Schmied recht robust. Doch das reichte den Göttern nicht. Herodin besah sich die Wunden und verkündete, dass er bis morgen Früh ein Urteil für diese schändliche Tat finden würde.

So sollte es auch kommen. Die Götter trafen sich bereits am frühen Morgen um über Loki zu beratschlagen. Alle waren für eine Strafe, immerhin hatte sich Loki nicht zum ersten Mal wie eine Schlange um das Recht gewunden. Herodin stimmte dem auch zu. Nach eingängiger Prüfung verkündete er, dass man Loki dies nicht durchgehen lassen könnte, weshalb man ihm zur Strafe die Haut abziehen sollte. Loki wollte diese Strafe aber nicht und forderte sein Recht ein. Ein menschliches Jahrzehnt, was für die Götter nur wenige Stunden waren, durfte er nicht von Herodin umgeworfen werden.
Herodin machte sich zum Kampf bereit, doch Loki ersann sich eine weitere List. Er schwang sich schnell auf Ataros und ritt mit seiner Hilfe unter die Erde. Herodin versuchte noch ihn zu packen, doch konnte er nicht verhindern, dass der Gott der Kreativen abtauchte. So blieb ihm nichts, als nach dem Pferd und Reiter zu graben. Doch sollte Herodin auch nicht mit zur Hilfenahme seiner Schilde, die er wie Schaufeln nutzte, Loki nicht erwischen. Loki blieb das geforderte Jahrzehnt verschwunden, was ihn zum Ersten machte, der Herodins Forderung erfüllte.

Als er wieder auftauchte, forderte Loki die von Herodin versprochene Gnade. Man könne ihn nicht mehr die Haut abziehen, immerhin habe er sein Strafmaß halbiert und so bot er an, den Zwergen ein Stück von seinem Land zu schenken, doch Herodin war nicht einverstanden. „Wenn es dich nicht deine Haut kosten wird, dann zumindest die Hälfte!“, urteilte er und vollstreckte zusammen mit Monsorikus das Urteil. Die Heilenden Kräuter des Gottes der Natur hielten Loki hierbei am Leben, auch wenn sie seine Schmerzen noch potenzierten.

Dann wurde es um Loki still. Mehrere Zeiten lebte er mit einer verstümmelten rechten Körperhälfte unter den Göttern, ehe ihm die Idee für die Rache kam. Er trickste Adeu aus, indem er ihm einen gefälschten Liebesbrief von Beatrix an Sidari finden ließ. Die beiden Götter verbrachten schon länger viel Zeit miteinander, da die Götter des Lichtes und des Windes an einer neuen Spielerei für ihre beiden Schöpfungen arbeiteten. Adeu soll das Treffen in seiner Wut gestört haben und lieferte sich einen Kampf mit Sidari. Dieser unterlag dem Schaffer der Alben, doch Adeu machte einen Fehler. Er rutschte mit seinem Dolch aus und traf versehentlich das Herz des Gottes der Lüfte. So wurde Adeu zum ersten Mörder unter den Göttern.
Panisch, wütend und verblendet verlangte er Antworten von Beatrix. Doch diese hörte nicht auf über den schrecklichen Anblick des toten Gottes zu weinen. Als sie sich ihrem Liebsten den Arm werfen wollte, soll die Klinge des Dolches auch sie Getroffen haben. Ob dieser Tod nur ein Unfall war, oder ob Adeu seine Schwester absichtlich erdolchte steht in keinem Buch geschrieben.

Doch weinte der Erschaffer der Alben bitterlich über seine verlorene Liebe. Er wog sie noch lange in seinen Armen, ehe Loki auftauchte. Dieser spielte den Geschockten und um ehrlich zu sein war er das auch. Immerhin hatte er nie damit gerechnet mit diesem Plan sogar zwei Götter vernichten zu können. Adeu stammelte voller Tränen von einem Unfall, doch Loki beruhigte den Gott der Nacht. Der Kreative hob den Speer von Sidari auf und stach damit die Wunden der beiden nach, damit Herodin nicht erfahren konnte welche Waffe das Licht und die Lüfte zum versiegen gebracht hatte. Dann holte Loki die anderen Götter und erzählte ihnen von einer brennenden Gestalt, die die beiden erschlug. Natürlich beschuldigte er dabei gleichzeitig Tungdil, dass er sich mit Flammen tarnen wollte, da ihm die falsche Etikette der beiden schon lange nerven sollte. Dieser verneinte natürlich und auch Herodin kam zu keinem Urteil. Damit zerbrach die Einigkeit der Götter. Jeder beschuldigte sich untereinander und letzten Endes entstanden 3 Lager. Herodin und Monsorikus beschuldigten Loki darin, etwas ausgeheckt zu haben. Dieser schwor aber hoch und heilig nichts damit zu tun zu haben und beschuldigte im Umkehrschluss weiter Tungdil. Ihm schlossen sich Adeu  und Assmadir an. Die dritte Fraktion beschuldigte stattdessen den Schaffer der Wächter, Monsorikus, da dieser sich ihrer Meinung nach etwas zu schnell auf die Seite von Herodin schlug. Diese Reihe bestand aus Kelthor, Hel und Tungdil.
Nur Masmu konnte sich nicht entscheiden, wem er glauben sollte, doch fand er es unfair, dass Herodin und Monsorikus zu zweit gegen immer jeweils drei Kehlen anschreien mussten. Also entschied er sich dem Erschaffer der Drachen beizustehen, was zu einer Absurden Kombination aus drei Parteien zu je drei Göttern führte.

Diese Parteien entschieden sich auch untereinander Treu zu bleiben und sich gegenseitig zu decken, bis der Mörder gefunden wurde. Loki und Adeu, die ja beide wussten wer der wahre Mörder war, hielten sich zurück. Adeu wurde von Loki versichert, dass sich bald alles auflösen und zum Guten wenden würde, doch Adeu glaubte da nicht daran,
denn Loki stand nicht der Sinn nach Frieden. Er stahl eines Nachts die Axt von Kelthor und erschlug damit den schlafenden Assmadir. Die Axt wurde am nächsten Tag noch in dem Gott der Demut gefunden und natürlich wurden nun Lokis Schreie laut, dass scheinbar die gesamte Gruppe voller Mörder wäre. Die 8 Götter stritten miteinander, gerade Herodin und Kelthor waren kurz davor sich anzuspringen, als plötzlich Monsorikus seine Keule erhob und nach Tungdil hiebte. Dieser konnte nicht ausweichen, da er eben noch Kelthors Arm umklammert hielt, damit dieser seinen Bruder nicht angreifen konnte.
Alles was danach war, war ein einziges Gemetzel. Herodin schlug mit seinem Schild so hart gegen Monsorikus Hals, dass er ihn köpfte. Adeu ging in Panik auf Herodin los, wurde aber eben von diesem ebenso erschlagen, wie Loki von Hel, als er fliehen wollte. Doch das heiße Blut in Kelthor wollte nicht stoppen. Er griff seinen Bruder an, da dieser ihn um seine Rache betrogen hatte und gewann die Schlacht. Als Herodin schwer verletzt vor dem Schaffer der Menschen lag mischte sich allerdings Hel ein. Der Mörder war sicher unter den Toten, weiter zu morden wäre Wahnsinn, doch das interessierte den im Blutrausch befindlichen Kelthor nicht. Erst stieß er die Göttin von sich und als sie noch einmal kam, spaltete er sie von ihrem Stirnabsatz an, bis zu ihrer Brust. Masmu wurde darauf hin vom Zorm übermannt. Um seinen letzten Freund zu schützen griff er Kelthor an und schlug ihn so hart ins Gesicht, dass der Gott abhob und auf seinem Weg mehrere Bäume zerschmetterte, doch Kelthor ließ sich nicht stoppen. Als Masmu sich nach Herodin umwand, warf Kelthor seine Axt und traf damit Masmu in den Rücken. Der Sterbenden Gott fiel auf den schwer Verletzten, was Herodin den Rest gab.

Und somit war der Götterkrieg zuende. Kelthor hatte gesiegt und fristet nun alleine sein Leben als Gott, doch dies sind andere Geschichten.
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