Die Feendrachen

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Die Feendrachen

Beitrag  Namnae am Do Sep 08, 2016 3:51 pm

Allgemeines
Feendrachen sind wohl mit Abstand das Nervtötendste was sich jemals eine Art Gott ausgedacht hat. Tatsächlich steht bislang kein bekannter Gott mit ihnen in Verbindung, aber zweifellos muss ein richtig ekliger Gott gewesen sein, der diesen Dingern ihre Form gegeben hat. Ein Feendrache ist klein, laut, frisst Edelmetalle und ärgert zum Zeitvertreib gern einfach gestrickte Leute. Im Gegensatz zu ihren 'großen' Vettern leben sie nicht wirklich zurückgezogen. Vielmehr wurden sie bis zu dem Status ausgerottet, dass man nurnoch wirklich selten auf einen treffen kann. Unter nicht wenigen gelten sie sogar als ausgestorben. Ihnen fehlt der starke Gerechtigkeitssinn ihrer Vettern, sie haben unter anderen Völkern keine wirklichen Verbündeten und wie die Mischwesen sind auch sie absolut vogelfrei. Was nicht etwa an ihren Schuppen, ihren Zähnen oder ihren Organen liegt... sondern einfach daran, dass ein Feendrache allein dermaßen viel Schaden anrichten kann, dass es für alle Beteiligten einfach besser ist die Viecher schnell umzulegen. Im Volksmund wird zwar behauptet, ein Feendrache wäre unsterblich, doch ist das eher weit gefehlt. Der Älteste Feendrache wurde sechshundert Jahre alt. Vermutlich könnten sie auch so alt werden wie die großen Vettern, aber irgendwie verreckt ein Feendrache immer früher, was zweifellos an seiner großen Klappe liegt... und den anderen Dingen die ihn unausstehlich machen.

Eigenschaften
Anders als bei ihren ehrenwerten Vettern haben die Feendrachen kein eigenes Element. Sie verfügen über die Fähigkeit etwas Feuer zu spucken, aber aufgrund ihrer Größe sieht das eher erbärmlich aus und ist nicht wirklich gefährlich. Jeder Feendrache kann fliegen, aber dafür haben sie einen ziemlich schwachen Knochenbau und können selbst von einem Bauern einfach erschlagen werden, wenn dieser an ihn herankommt. Auch ihre Schuppen besitzen keinesfalls den Härtegrad ihrer großen Vettern. Scharfe Klingen, mit genügend Kraft geschwungen, dringen gnadenlos ein und schädigen die inneren Organe des Drachens. Da ihr Körperbau komplett anders funktioniert, können sie sogar sprechen. Und auch hier passt alles zum 'Klischee' des Feendrachens, denn jeder Feendrache spricht in der Regel so wie das arroganteste, zynischste Dreckswesen, dass man sich nur vorstellen kann. Egal was der Drache sagt, es klingt immer wie Spott. Ein Feendrache ist tatsächlich ein kompletter Allesfresser. Er kann einfach 'ALLES' fressen. Gnadenlos. Steine. Fleisch. Pflanzen. Holz. Egal was. Allerdings sind sie da sehr wählerisch und in der Regel... je seltener und wertvoller ein Gegenstand ist, desto besser schmeckt er ihnen (Edelsteine, die Krone eines Königs, seltene Früchte, etc). Sie besitzen eine natürliche Immunität gegen jegliche Art von Giften, werden dafür aber relativ schnell krank, weswegen die Feendrachen mitunter zu den 'Saubersten' Geschöpfen zählen die so herumlaufen. Ein typischer Feendrache wäscht sich am Tag etwa drei Mal. Am Liebsten natürlich in warmem Wasser... Natürlich 'wird' er am Liebsten gewaschen, wobei sie da Menschen, Elfen oder Albae bevorzugen die jene Aufgabe übernehmen. Und dort zeigt sich auch ihre große Stärke. Denn ein jeder Feendrache verfügt über die Fähigkeit die 'Einfältigen' und 'Ungebildeten' über Telepathie zu kontrollieren (auch 'einfache' Tiere). Je talentierter der Feendrache, desto schwerer wird es für den Humanoiden ihm zu widerstehen. Und je cleverer der Humanoide, desto schwerer hat es der Feendrache. Lediglich bei stark Magiebegabten, anderen Drachen, sowie den Antare unterlassen Feendrachen jeden Versuch diesen zu kontrollieren, kann dies doch auch böse nach hinten losgehen. Bei einem Untoten übrigens funktioniert diese Form der Kontrolle überhaupt nicht. Ein jeder Magier wird die Feendrachen verabscheuen und anders herum läuft es genauso, was zum Großteil an der 'gemeinsamen' Geschichte liegt. Die Feendrachen sind seltsamerweise geborene Magier und dafür, dass sie eigentlich viel kleinere Gehirne haben extrem intelligent. So kann ein Feendrache selbst für einen Meister der Magie zu einer verdammten Gefahr werden, da die kleine Echse diesem mit Vorliebe seiner Magie beraubt und mit der Freude des wahren Sadisten spielerisch foltert. ... Das ist übrigens noch einer der vielen Gründe, warum die Feendrachen an den Rand der Auslöschung getrieben wurden.

Einen Feendrachen mit Magie anzugreifen ist in etwa so witzlos wie Weintrauben auf einen wütenden großen Drachen zu werfen. Zumindest wenn der Feendrache im vollen Besitz seiner Sinne und aufmerksam ist. Denn sie verfügen über die Fähigkeit die 'Fäden' der Magie zu sehen, was es für sie auch sehr leicht macht Magier und dahin Begabte zu erkennen. Durch diese Art des Sehens können sie auch jede auf sie geworfene 'reine' Form von Magie absorbieren. Umgewandelte, wie etwa Eis und Erde kann in physischer Form natürlich immernoch weiterfliegen und treffen, selbst wenn es der Magie beraubt wurde. Nur eben bei einer reinen Energieform... wie Feuer... wäre der Feendrache dazu in der Lage es vollständig zu absorbieren oder einfach in der Luft aufzulösen. Weiterhin verfügt ein Feendrache über enorm hohe Konserven an Magie, kann jedoch von Natur aus keinerlei eigene arkane Kraft generieren, weswegen er über kurz oder lang Energie von anderen Dingen oder Wesen absorbieren muss. Dazu kann ein williger Feendrache auch fast jede Form der Magie beherrschen lernen (Angeboren ist da nichts). Lediglich 'göttliche' Magie bleibt ihnen vollständig verwehrt, was halt an ihrem zynischen, von Natur aus ungläubigen Wesen liegt. Ihre verletzbaren Schuppen sind übrigens überaus veränderungsfähig, was ein cleverer Feendrache gern zur Tarnung einsetzt.

Aussehen
Feendrachen gehören zu den kleinsten, intelligenten Wesen in der Welt. Und auch zu den Verwundbarsten. ... Aber eben auch zu den Schönsten. Wenn man einen Feendrachen sieht, ist es für den Unwissenden natürlich erst einmal unverständlich wieso man ihn ausrotten sollte. Wenn ein Feendrache es darauf anlegt, können seine dünnen Schuppen in allen Farben glitzern und das Licht der Sonne auf eine illusorisch unmögliche Weise brechen. ... Aber das machen sie so gut wie nie, sehen sie doch meist keinen Sinn in Schönheit. Und da sie fast alle anderen Völker hassen haben sie wohl auch keinen Grund dahingehend etwas zu machen um diese zu beeindrucken. Na ja. Ein Feendrache wird nicht viel größer als ein halber Meter und vielleicht einen Meter lang. Wenns hochkommt. Mit dem Körperbau eines Hundes zu vergleichen. Schlangenartige Feendrachen soll es auch gegeben haben, doch wurde diese Linie offenbar vollständig zerstört. Sie sehen häufig aus wie gerade geschlüpfte Drachen, können aber neben den Schuppen auch eine Art Gefieder um den Kopf herum entwickeln. Statt einer schlangenähnlichen Zunge haben sie eher eine den Humanoiden ähnliche, was ihnen die Fähigkeit zur Konversation ohne Telepathie gibt. Auch haben sie eine besondere Lunge um Feuer zu speihen... wenn auch kein besonders Heißes oder Großes. Sie haben empfindliche Arme und Beine, an denen auch Klauen vorhanden sind. Obgleich ihre Muskulatur sehr schwach ausgeprägt ist, können sie durchaus mit diesen Krallen Haut öffnen und schwere Verletzungen zufügen. Aber in der Regel kann ein Feendrache selbst von einem Kind getötet werden, wenn er nicht aufpasst. Manchmal sterben Feendrachen auch, weil sie an der falschen Stelle schlafen und auf einmal einfach plattgetreten werden. Daher wird jedem jungen Feendrachen beigebracht sich möglichst weit oben einen Schlafplatz zu suchen. Die Augen eines Feendrachen haben niemals nur eine Farbe, kann dieser sie doch nach belieben einfach wechseln. Im Normalzustand sind Feendrachen einfach nur farblos und grau. Gerade bei den sehr Jungen aber zeigt sich, dass die Farbe ihrer Schuppen und der Augen gern auch mal von den Emotionen abhängig sein kann. So wird ein beschähmter Feendrache schnell rot, während ein Fröhlicher gelb, bunt und glitzernd sein kann.

Geschichte
Feendrachen werden von vielen Völkern gehasst. Vor allem von denen die sich noch an das erinnern können was diese nervtötenden Gestalten vor vierhundert Jahren abgezogen haben. Die jüngeren Generationen bekommen, wenn überhaupt, nur gelehrt, dass ein Feendrachennest sofort zu zertreten und zu verbrennen ist. Und wenn man einen sieht, dies sofort zu melden. Denn noch heute ist auf jeden toten Feendrachen den man bewiesenermaßen umgebracht hat ein hohes Kopfgeld ausgesetzt (je nach Land und Volk bis zu fünfhundert Münzen). Nur die Antare hegen keinen Groll gegen die kleinen Mistviecher, was stumpf an derem friedfertigen Wesen liegen mag... oder auch daran, dass sich niemals ein Feendrache traute sich mit denen anzulegen. Trotz aller Arroganz. Wo die Feendrachen ursprünglich herkommen ist nicht wirklich geklärt. Sie werden keinem Gott zugesprochen und manche meinen einfach, dass sie der Ursprung der Liebe eines Drachen und einer Fee waren. Zumindest ist diese romantische Sicht das, was am Ehesten denkbar wäre. Im Volksmund sagt man eher, dass Feendrachen ein Produkt Lokis sind und als grausamer Scherz gedacht waren. Und der Scherz war sogar ziemlich witzig. ... Zumindest aus der Sicht eines Feendrachen.

Feendrachen wurden schon früher nicht unter ihren Vettern geduldet, da ihnen der Gerechtigkeitssinn komplett fehlte und sie ihre lange Lebensdauer am Liebsten faulenzend und scherzend hinter sich brachten. Menschliche oder Elfische Diener zu haben war für diese kleinen Drachen nichts Besonderes, wobei vor allem die Elfen kritisch beäugt wurden, da es irgendwie keinen Sinn machte, dass jene stolzen Spitzohren sich so erniedrigen ließen. Die Menschen wurden von der Schönheit der kleinen Drachen angezogen und manch verwirrte Seele auch von derem Sinn für Humor. Die Drachen hatten sogar eine magische Stadt dort wo heute nurnoch Elfengebiet und Wald ist. In den Bäumen lebend, sich von ihren Dienern pflegen lassend war es mit Abstand das nutzloseste Volk mit der geringsten Entwicklungskurve die man sich vorstellen konnte. Wenngleich diese faulen Gesellen es schafften ihre Waldstadt und die Umgebung drumherum wirklich sehr sauber und rein und fern von Kriegen zu halten. Was auch manches Mal einen Antare dorthin lockte um die Idylle mit eigenen Augen zu sehen. Magier besahen das Ganze eher kritisch und betrachteten die Diener als unwillige Sklaven, was sich in manchen Fällen sogar als wahr herausstellte. Aufgedeckt wurde das Ganze dann auch von einem Magier. Die Feendrachen, von Natur aus ohne einen Anführer oder etwas in der Art, fanden das natürlich nicht besonders nett und weigerten sich ihre 'Sklaven' aufzugeben. Das sorgte natürlich für Spannungen seitens der Elfen und Menschen. Familien die ihnen wichtige Mitglieder verloren hatten richteten sich zornig an ihre Könige und diese Könige stellten letztendlich ein Ultimatum in dem sich sogar die 'Vettern' der Feendrachen einmischten. Der Fehler lag wohl zum Großteil an den launischen Feendrachen, die sich in ihrem Stolz verletzt sahen und... na ja. Jeder reagierte auf seine Weise auf das Ultimatum. Ein paar 'Vernünftige' ließen ihre geistigen Sklaven sogar gehen oder stellten sie einfach vor die Wahl ob sie gehen oder bleiben wollten. Ein paar Unvernünftige ignorierten das Ultimatum schlicht und ein paar jüngere Durchgeknallte fingen an die umliegenden Länder der Menschen und Elfen zu sabotieren. Auf jede mögliche Art und Weise. Sinn für Gerechtigkeit? Nicht vorhanden. So sorgten sie dafür, dass Bauern anfingen auf ihre Familien loszugehen, reicher Adel schmiss sein Geld, sein Anwesen und seine Frau auf die Straße, Elfen zündeten ihre Wälder an, Gefangene drehten vor ihrer Hinrichtung komplett durch und griffen wie wahnsinnig alles an was ihnen zu nahe kam. Nicht zu vergessen 'Heinrich der Narr', welcher vor genau vierhundert Jahren seine Töchter in die Sklaverei verkaufte, sein Haus anzündete und seine Frau Kelthor, dem Gott der Götter, auf offener Straße opferte. Der Gipfel für die Menschen aber war Kraschnix, ein Feendrache, der die Krone des Königs einfach auffrass und vollgefressen in der Schatzkammer schlafend gefunden wurde. Die Magier waren diejenigen dann die erneut die Magie der Feendrachen aufdeckten und jeden dieser Fälle mit dem eigensinnigen Volk in Verbindung brachten.

Und auch die Magier waren es die den ersten Angriff starteten. Innerhalb eines Tages war die Idylle der Feendrachen komplett ausradiert. Samt übriger Diener und jedem dort vorhandenen Feendrachen. Das war natürlich noch nicht das Ende vom Lied. Der Racheakt der übrigen Quälgeister löste furchtbare Empörung bei jedem Magier aus, da es ihnen gelang die geistigen Führer der Magier unter den Vandari zu ermorden. Doch nicht nur das. Aufgrund einem gemeinsam gesprochenen Fluch auf einen großen Teil der Menschheit gab es landesweit grausige Geburten. Kinder mit verkrüppelten Gliedmaßen oder eben einfach Totgeburten. Auch löschte die Magie der zornigen Feendrachen viele Dörfer der Reihe nach aus, da sie die Toten einfach aus ihren Gräbern stiegen ließen und gleichsam die Bewohner in einem tiefen Schlaf hielten. Dann war es genug. Magier spürten nach und nach die Gruppierungen der Feendrachen auf und zerstörten sie mit der Hilfe der Drachen. Ein Kopfgeld wurde auf jeden einzelnen dieser Monster ausgesetzt und selbst bei den Antare fanden sie keinen Unterschlupf, was an der grausamen und sinnlosen Art lag mit derer die Feendrachen gehandelt hatten. Es dauerte insgesamt nur zwei Jahre und fast alle Feendrachen waren tot. Das Volk ausgestorben. Dort wo einst die friedliche Idylle der faulen Drachen lag befindet sich heute nurnoch Wald und einige wenige, ruinenhafte Überbleibsel der stagnierten Kultur jener Drachen.

Heute haben die Feendrachen erstaunliche Ähnlichkeit mit den Mischwesen. Zumindest was das tägliche Leben angeht. Die Meisten Feendrachen leben in kleinen Verstecken wo sie auch ihre wenigen Familien aufziehen. Ältere von ihnen übernehmen das Lehren und trichtern jedem jungen Feendrachen ein niemandem zu vertrauen. Götter existieren für sie auch weiterhin nicht. Die kleine Rasse sieht in anderen Völkern in der Regel nur Feinde. Die Meisten von ihnen sind sehr vorsichtig und leben zurückgezogen in der Natur wo sich selbst Elfen nicht ganz hinwagen. Aber es gibt auch noch hier und dort eine kleine, zornige Seele. Zornig auf das eigene Volk und auf alle Anderen.


Zuletzt von Namnae am Do Sep 08, 2016 9:37 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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