Die Hexe von Ozmar

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Die Hexe von Ozmar

Beitrag  Gast am Do Jan 04, 2018 10:22 pm

Ein Kindermärchen aus Tudranok, insbesondere dem grünen Hochland. Recht bekannt.

Bedeutendes Artefakt: Das Spiegelschwert

Die Hexe von Ozmar

In den sanften Hügeln des grünen Hochlandes lag zu damaliger Zeit das Fürstentum Ozmar, dessen Herzstück eine stolze Burg war. Doch war der ganze Stolz des Fürsten nicht etwa die Burg, nein, es war seine Tochter. Die schönste unter den Schönen, Prinzessin Genoveva. Jeder Mann des Landes erträumte sie sich zur Frau. Schön war sie wie die aufgehende Sonne und ihr Antlitz ließ jede Elfe vor neid erblassen. Ihre Stimme glich dem Singsang der lieblichsten Vögel und ihr Wesen war voller Sanftmut. Ihre Bewegungen waren fließend wie ein sanfter Flusslauf und die Haltung aufrecht wie ihr Herz es war. Seidene Locken fielen ihr zur Hüfte herab, wie Wellen aus gold. Gekleidet war sie in die edelsten Gewänder. Ihre Anwesenheit allein vermochte Herzen schmelzen zu lassen, als würden sie von glühendem Feuer umfangen.
So verlor auch all zu Schnell der tapfere Ritter Adrianus sein Herz an die holde Maid. Doch vermochte er das ihre nicht zu erringen. Zu viele Freier waren es, die um Genovevas Aufmerksamkeit heischten. Er gewann Turniere, siegte in Duellen, doch nicht eines Blickes wurde er von der Holden gewürdigt. Er wusste keinen Rat mehr und das Leid der unerwiderten Liebe drohte ihm den Lebenswillen zu nehmen. Als er schon keinen Ausweg mehr sah erschien ihm an einem nahen See eine Hexe. Sie erhörte sein Leid und versprach ihm dafür zu sorgen, das Genoveva seine Liebe bald schon erwidern würde. Sie überreichte ihm ein Artefakt von großer Macht. Würde er es Genoveva übergeben, ohne dass es Schaden nahm, so würde ihre Liebe ihn finden. Es sollte sich nicht als all zu leicht erweisen, war dieses Artefakt doch ein Schwert aus feinstem Spiegelglas. Würde es zerbrechen, so würde ein böser Fluch über ihn kommen. Eine schwere Last, welche fortan auf seiner Seele liegen würde. Doch nahm der tapfere Adrianus die Herausforderung an. Er nahm das Glaschwert zur Hand und machte sich mit diesem auf zum Hofe Ozmars. Man wollte ihn nicht vorlassen bis zur Prinzessin, so forderte er, sich mit dem Fürsten selbst um ein einziges Treffen mit dessen Tochter zu Duellieren. Der Fürst willigte ein, jedoch unter der Bedingung, das Adrianus das Glaschwert für dieses Duell nutzte. Da es die einzige Möglichkeit erschien, der Liebsten näher zu kommen, wurde jenes Duell beschritten und mit List und Tücke gelang es dem Helden, den Fürsten niederzustrecken, ohne, dass das Schwert dabei zu Bruche ging. So schritt der tapfere Adrianus im Nachhinein zur schönen Genoveva, kniete vor ihr hernieder und reichte ihr seine Gabe. Das Schwert mit dem er sich dieses Treffen Erstritten hatte. Als die holde Genoveva das Schwert erblickte war die Luft von einem Zauber erfüllt. En Knistern lag in der Luft. Dann verliebte sie sich sogleich unsterblich in den Helden und bald schon wurde das Ehegelöbnis gesprochen. Sie Beide lebten fortan glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.

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