Die Skelettkarten der Musen

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Die Skelettkarten der Musen

Beitrag  Hel am Sa Jun 02, 2018 10:17 pm

Die Skelettkarte der Musen, oder wie andere sie nennen: "Das wahnsinnige Werk des Gefreiten Renim Stuffen" ist eine alte Legende aus Tnu'kurak. Man erzählt sich von einem Dethari mit dem Namen Renim. Der Lackierer galt als Meister seines Faches. Von einfachen Lackierungen für die hochwertig gehandelten Möbel der Dethari, bis hin zu kunstvollsten Bemalungen gleichen Materials ist er wohl der Liebling der Musen gewesen.
Doch waren die Küsse wohl zu fiel für den jungen Mann. Durch den Speichel der Musen drang die Natur Lokis in ihm und er fand sich in den gleichen Spitzfindigkeiten und betrügereien wieder. Er fing an zu Spielen und bog sogar das Gesetz so weit, dass Renim das Gefängniss drohte.

Es war der Vater von Renim, der den Jungen ins Militär zwang, damit der Mann wieder neue Disziplin lernen sollte. Doch war der Gefreite niemals im Militär daheim. Er kümmerte sich mehr um seine Farben und Lacke, als um das marschieren und üben.
Nachdem Renim sich an ein Kartendeck machte und dafür wieder seine Pflichten vernachlässigte, flog er irgendwann aus dem Militär. Als er seine Arbeiten daran beendet, so sagt die Legende, rächte er sich mithilfe der Karten an seinen Vorgesetzten. Durch ihren Rauswurf war er enterbt und Mittellos geworden, was er mit Krankheiten und Leiden aller Art vergeltete. Seine Offiziere erkrankten und starben unter merkwürdigen Umständen, eben so wie sein Vater. Die einzige überlebende war seine Mutter. Sie hatte schon immer ein starkes Leiden in der Hüfte gehabt, welches sich kurz nach dem Tod des Vaters nicht nur besserte, sondern geheilt schien.

Und Renim? Der Legende nach soll er sich zurück gezogen haben und nannte sich Zeit seines Lebens „Hohepriester des einzig wirklich überlebenden Gottes“ und „Einziger Versteher der Zeichen der zeitlichen Segnungen der Allumfassenheit des Lokis“. Der Loki-Gläubige fing an mit seinen Karten Todeszeitpunkte vorher zu sehen, groteske Holzmalereien anzufertigen, soll aber auch schon Wunderheilungen vollbracht haben. Die Legende besagt, dass er mit der Magie in seinem Deck der erste Gegenstandsbinder war und sich sowohl Schwarzer wie auch weißer Magie bediente. Auch Hypnose und eine völlig unbekannte Magie soll in dem Deck schlummern.

Der Legende nach zog Renim aus Finsterlund in Richtung Norden aus. Einige sagen er habe sich selbst die Karten gelegt und sich so in einen unsterblichen Untoten verwandelt, der schwächere Geister gerne vorführt. Andere behaupten er sei einfach auf seinen Pfaden irgendwann gestorben, wahrscheinlich an Banditen die mit seinem Deck nichts anzufangen wussten und in einen nahen See geworfen haben.
Aber bekannt ist, dass seither immer wieder Karten in Letuthiel auftauchen, die mit der Legende in Verbindung gebracht werden. Private Sammler zahlen unsummen und falls sie etwas wissen, so wollen sie nichts davon nach außen dringen lassen.

Bekannte Wirkungen (ein Eintrag von Ludio Seroh):
Die doppelte Skelettkarte kann denjenigen, auf den sie angewendet wird, heilen oder töten. Dabei spielt der Gedanke des Anwenders keine Rolle. Selbst, wenn er jemanden heilen möchte, kann die Karte genau das Gegenteil bewirken, sowie sie auch einen, den man töten möchte, plötzlich von allen Wunden befreien kann. Bisher unbekannt ist, unter welchen Voraussetzungen, welcher Effekt eintritt, sodass es eher zufällig wirkt. Da sie in den meisten Fällen für mehr Tote gesorgt hat, wird sie eher als Fluch, als als Segen angesehen und gilt als die "Wertloseste Karte von Renim". Aus diesem Grund wird sie zumeist an Unwissende weitergegeben, damit man diesen Fluch von sich abschieben konnte.
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